Bericht vom „Marsch für das Leben“          am 22. September 2018 in Berlin

 

Über 5.000 Teilnehmer kamen am vergangenen Samstag um 13 Uhr nach Berlin, um am „Marsch für das Leben“ teilzunehmen und ein Zeichen für die Würde des Menschen von der Zeugung bis zum Tod zu setzen, darunter auch mindestens vier Teilnehmer aus dem Main-Tauber-Kreis.

Eröffnet wurde die Kundgebung vor dem Berliner Bahnhof auf dem Warschauer Platz von der Band „Könige und Priester“ aus Köln. Die Vorsitzende des Bundesverbands Lebensschutz e.V., Alexandra Linder, fand klare Worte: „Wir hören oft, dass die Abtreibung eine freie Wahl der Frau sein muss, und dass diejenigen, die sich gegen Abtreibungen wenden, die Freiheit der Frauen einschränken. Aber um welche Wahl geht es eigentlich? Eine wirklich freie Wahl, das ist eine Wahl, deren Konsequenzen für den Rest seines Lebens man überblickt. Eine falsche Berufswahl macht unglücklich – aber sie lässt sich ändern. Wahlfreiheit hat nur der, der lebt. Der Tod lässt einem keine Wahl mehr: Er ist endgültig.“

Grußworte von Bischöfen und Politiker wurden verlesen, die „Jugend für das Leben“ erzählte von ihren Aktionen und Aufklärungen in Schulen und Foren. Betroffene Frauen sprachen von der Unfreiheit und der Angst, die sie erlebten, als es um die Entscheidung für oder gegen ihr Kind im Bauch ging. Sie sehen „Jedes Kind hat eine Aufgabe in dieser Welt.“

Mit posttraumatischen Belastungsstörungen, die Frauen nach einer Abtreibung haben, müssen diese alleine zurechtkommen. „Wir brauchen eine neue Willkommenskultur für jedes ungeborene Kind“. Eine Mitarbeiterin einer Abtreibungsklinik berichtete, dass es nie vorgekommen sei, dass sich eine Frau nach der Abtreibung bedankt hätte.

Worte vom Handeln statt Schweigen wurden von der Bühne verkündet, von nachhaltiger Hilfe zum Durchstehen der Krisenzeiten und davon, die Möglichkeiten zur massiven Eindämmung der Abtreibung auf jeder Ebene von Bund, Ländern und Kommunen zielorientiert und konzertiert zu nutzen. Die Abtreibungsgesetze, das Beratungsgesetz und ihre Praxis sollen, wie höchstrichterlich gefordert, einer umfassenden Prüfung ihrer abtreibungsverhindernden Wirkung und einer Korrektur unterzogen werden.

Der Marsch mit aussagestarken Plakaten bewegte sich nach der Kundgebung 5 km durch Berlin. Aufschriften wie „Nie wieder unwertes Leben“ oder „Recht auf Leben für dich und es“ oder „Echte Männer stehen zu ihrem Kind“ oder mit der Sprechblase „Mein Bauch gehört mir“ von einem Embryo waren zu lesen. Gegendemonstranten riefen ihre Parolen wie „Wir haben Spaß, Ihr habt nur Jesus“ oder „Hätte Maria abgetrieben, wärt Ihr uns erspart geblieben.“

Die Aktion endete um 17.30 Uhr wieder am Bahnhof mit einem Gottesdienst.

Bericht und Fotos: Monika Diez, Maintalstr. 5, 97877 Wertheim

Datum: 24.09.2018